Ausländischer Führerschein

Ausländischer Führerschein

Anerkennung der ausländischen Führerscheine

Grundsätzlich werden alle ausländischen Führerscheine in der Schweiz anerkannt und können für eine begrenzte Zeit hier verwendet werden,

  • wenn sie von der zuständigen Behörde* erteilt wurden,
  • wenn sie rechtmässig erworben worden und gültig sind,
  • wenn der/die Inhaber/in das in der Schweiz geltende Mindestalter zum Führen der entsprechenden Kategorie erreicht hat.

*Im Ausland erworbenen Führerscheine von Personen mit rechtlichem Wohnsitz in der Schweiz können nur anerkannt werden, wenn der Erwerb des Führerscheines während eines Aufenthaltes von mindestens zwölf zusammenhängenden Monaten im Ausstellerstaat erfolgte. Der Nachweis über die Dauer des Auslandaufenthaltes obliegt dem/der Führerschein-Inhaber/in.

Wer hat einen schweizerischen Führerausweis zu erwerben?

Ein in der Schweiz anerkannter ausländischer Führerschein darf in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein nicht mehr verwendet werden, wenn der/die Inhaber/in

  • seit mehr als 12 Monaten in der Schweiz wohnt, ohne sich während dieser Zeit mehr als drei Monate ununterbrochen im Ausland aufgehalten zu haben. Der Austausch sollte deshalb noch vor Ablauf dieser Frist beantragt werden.
  • berufsmässig in der Schweiz immatrikulierte Motorfahrzeuge der Kategorie/Unterkategorie C/C1(= Lastwagen/“Leichtlastwagen“ bis 7,5 Tonnen), D/D1 (= Gesellschaftswagen/“Kleinbusse“ bis 17 Plätze inklusive Lenker) führt oder eine Bewilligung zum berufsmässigen Personentransport (= BPT, ehemals Taxi) besitzt. Der schweizerische Führerausweis ist in diesen Fällen sofort zu erwerben, also noch vor der ersten berufsmässigen Fahrt.

Bedingungen für die Erteilung eines schweizerischen Führerausweises

Der schweizerische Führerausweis wird erteilt, wenn der/die Inhaber/in eines gültigen anerkannten ausländischen Führerscheines auf einer praktischen Kontrollfahrt nachweist, dass er/sie die Verkehrsregeln kennt und Fahrzeuge der Kategorien, für die der Ausweis gelten soll, sicher zu führen versteht. Die Kontrollfahrt ist auf einem Fahrzeug jener Kategorie abzulegen, welche zum Führen aller im Ausweis eingetragenen Kategorien berechtigt. Wer zusätzlich die Berechtigung zum Führen von Motorrädern besitzt, muss für diese Kategorie keine weitere Kontrollfahrt absolvieren. Wird bei Einreichung des Gesuches auf eine höhere Kategorie verzichtet, kann diese später nicht mehr im Austauschverfahren erworben werden.

Zur Kontrollfahrt wird die betroffene Person zu gegebener Zeit durch das zuständige Verkehrsprüfzentrum eingeladen. Das entsprechende Fahrzeug für die Kontrollfahrt ist von der betroffenen Person zu stellen (wenn möglich einen Fahrschulwagen). Die Kontrollfahrt kann nicht wiederholt werden. Bei Nichtbestehen der Kontrollfahrt darf das verwendete Fahrzeug nur in Begleitung einer fahrberechtigten Person heimgeführt werden. Der ausländische Führerschein wird in diesem Falle aberkannt. Das unentschuldigte Fernbleiben von der Kontrollfahrt hat die gleichen Auswirkungen wie ein Nichtbestehen der Kontrollfahrt.

Wer berufsmässig Motorfahrzeuge einer Kategorie, einer Unterkategorie oder einer Spezialkategorie in der Schweiz führen will, hat zusätzlich zur Kontrollfahrt an einer Theorieprüfung – Zusatztheorie – (in deutscher, französischer oder italienischer Sprache) nachzuweisen, dass er/sie die geltende Regelung (Vorschriften über die Arbeits- und Ruhezeit bzw. deren Geltungsbereich sowie technische Kenntnisse über die Fahrzeuge und ihre Ausrüstung für die Kategorien/Unterkategorien C, C1, D und D1) für solche Führer und Führerinnen kennt.

Kontrollfahrt / Zusatztheorieprüfung

Von der Kontrollfahrt und von der Theorieprüfung (für die Kategorien/Unterkategorien C, C1, D, D1) ist befreit, wer einen Führerschein aus einem der EU- oder EFTA-Staat besitzt und den Austausch fristgerecht nach der Einreise in die Schweiz vornehmen lässt.

Befreit von der Kontrollfahrt (nicht aber von der Zusatztheorieprüfung für die Kategorien/Unterkategorien C, C1, D oder D1) sind ferner Personen, die einen gültigen Führerschein aus folgenden Staaten besitzen:

Andorra Kanada Monaco Tunesien
Australien Korea (Süd) Neuseeland USA
Israel Kroatien San Marino
Japan Marokko Singapur

Führerscheine aus EU-und EFTA-Staaten müssen nach dem Austausch an die Ausstellungsbehörde zurückgesandt werden.

Auf den von anderen Staaten erteilten Ausweisen wird ein Ungültigkeitsvermerk für die Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein angebracht. Diese Ausweise werden den Inhabern/innen zurückgegeben.

Vorgehen für den Austausch eines ausländischen Führerscheines

Wer den schweizerischen Führerausweis erwerben muss, hat das erforderliche Gesuchsformular „Gesuch um Austausch eines ausländischen Führerausweises“ auszufüllen und dieses mit den verlangten Dokumenten durch eine der anerkannten Identifikationsstellen einzusenden. Ein Gesuchsformular für alle Kategorien genügt.

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